Was gibt’s hier zu lesen?

Mein Blog – 11 Tage jung – füllt sich langsam mit Artikeln. Und es wird Zeit, das Konzept vorzustellen.
„Ich blogge jetzt“, verkündete ich meiner Familie vor einigen Tagen. „Ah, ein Food-Blog?“, fragte mein Sohn. Hmm. Ist es ein Food-Blog? Auch – aber noch viel mehr!
Meine Arbeit als Ernährungsberaterin, Trainerin und Kochkursleiterin wird hier ihr Sprachrohr finden. Zum Nachlesen für alle, die sich für gesundes Essen interessieren und unabhängige Informationen und Erklärungen suchen und sich mit meinen Rezepten zum Nachkochen und Experimentieren in der Küche hinreißen lassen möchten.

Gibt es davon nicht schon genug? Es wiederholt sich doch schon alles zum Thema Gesunde Ernährung!
Tatsächlich erfahren wir über verschiedene Medien täglich sehr viel rund um das Thema Ernährung. Viele der Botschaften verunsichern uns oder informieren uns einseitig. Da werden einzelne Lebensmittel wegen ihrer vermeintlichen Gesundheitsschädlichkeit verrissen, andere zu Superfoods hochgepriesen, was kurze Zeit später wieder revidiert werden muss. Neue Diäten werden von Prominenten werbewirksam verbreitet, während die Zahlen der Übergewichtigen und Diabeteskranken heruntergebetet und die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zur Verhinderung von Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten empfohlen wird.
Sie merken: dies alles hat eher mit „ungesunder Ernährung“ zu tun. Die Verunsicherung bedeutet Stress und manche resignieren: „Ist eh vollkommen egal, was ich esse. Die sind sich ja auch nicht einig. Einmal so, einmal so.“apple-256261_1920.jpg

Es gibt aber auch viele ErnährungsberaterInnen wie mich, die dem ein Gegengewicht bieten. Bei uns finden sie neutrale Informationen über Gesunde Ernährung, nach denen man aber suchen muss, während uns die reißerischen Schlagzeilen mühelos erreichen.
Das ist mein Verständnis von Ernährungsinformation: sie ist unaufdringlich und informativ, allgemein gehalten, wenn sie sich an mehrere Personen (so wie in meinem Blog) richtet. Sie spiegelt mein Wissen, meine berufliche Erfahrung und meine praktischen Fähigkeiten wieder.
Ich orientiere mich an den Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (z.B. Ernährungspyramide) und der Umweltberatung  (Lebensmittelqualität „regional, saisonal, biologisch und fair“). Es fließt das Wissen von traditionellen Ernährungslehren ein (Ayurveda, Traditionelle Europäische Medicin) und die Denkansätze von Einzelautoren aus interessanten Büchern. Alle diese Quellen kann ich empfehlen, bleibe aber ihnen gegenüber kritisch und versuche ihre Empfehlungen für mich richtig umzusetzen. Dazu kann ich nur jedem raten!

Persönliche Ernährungsberatung geht noch einen Schritt weiter und berücksichtigt, dass „gesunde Ernährung“ für jeden von uns ein wenig anders aussieht, weil wir verschiedene Lebensrhythmen, Alltagsgewohnheiten, Verträglichkeiten, Vorlieben, … haben.

Während meines Studiums (Ernährungswissenschaften an der Universität Wien) war ich mir übrigens sicher: „Ich werde weder Ernährungsberaterin noch werde ich jemals Kochkurse abhalten!“ Heute weiß ich, dass der beste Sinn meiner Ausbildung darin besteht, Menschen zu unterstützen, ihre eigene „richtige“ Ernährungsweise zu finden und gesunde Ernährung schmackhaft zu machen.
Und vor einigen Jahren schlug meine Werbedesignerin vor „Du könntest ja auch einen Blog schreiben!“ Nein, das gefällt mir nicht, dachte ich mir damals.

„Sag niemals nie!“ heißt es so schön. Und als Ernährungsberaterin weiß ich auch, dass Dinge, die man kategorisch ablehnt, auch überraschend zu „besten Freunden“ werden können.
Dass es irgendwann meinen Foodcoach – Blog geben würde, war also irgendwie vorauszusehen! 😉

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3 Kommentare

  1. Hallo, Heidi … wir Blogger dutzen uns ja immer alle 😉 Sehr schön, die Idee zu deinem Blog. Mit ähnlichen Ansätzen bin ich (als gelernter Hauswirtschafter) auch in den manathome.blog gestartet. Allerdings stand die Ernährungsberatung nicht im Mittelpunkt, sondern Hauswirtschaft und Ernährung, die für IHN auch gut umsetzbar sind. Es hat sich sehr schnell gezeigt, dass sich da mindestens so viele Frauen wie Männer interessieren … oder es eben auch ein fast geschlossener Kreis wird, der ohnehin IMMER auf Food-Seiten unterwegs ist. Das Thema “ … noch ein Food-Blog …“ hat sich sehr schnell auch gezeigt; und das damit verbundene Problem, dass man mit VIEL MÜHE und wenn man es genau nimmt mit UNGLAUBLICHEN ARBEITSAUFWAND gegen all die Blogs schwimmt, die auf die schnelle irgendein Rezept „hinwerfen“. Ohne jeden Background, ohne Liebe zum Detail, sehr „trendorientiert“ (was kommt nach GLUTENFREI, VEGAN, DETOX, THERMOMIX, LOW CARB) und für mich meist nicht nachvollziehbar. Anderseits die wenigen unter uns, die sich richtig Mühe geben, die gute Rezepte für den Alltag und für eine normale Küche und Ernährung vorstellen … Deshalb habe ich auch vor 14 Tagen angefangen, meinen Blog umzustellen, eigene „Redaktionsarbeit“ (ich kann ja nicht 8 Stunden am Tag bloggen!) zurückzustellen und zu sehen, was es alles gutes in der Bloggerwelt gibt und dies auch ergänzt um eigene Beiträge vorzustellen. Also statt „Blogger-Egomanie“ ein „Webazine“. Ich freue mich auf viele gute Beiträge auf deiner Seite, die ich dann gerne probiere und auch meinen Followern auf manathome.blog vorstelle, wenn du nichts dagegen hast. Ganz klar, dass deiner Seite also ab sofort gefolgt wird! Robert vom manathome.blog

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    1. Hallo Robert! Danke für deine Blog-Erfahrungen! Ich freue mich, wenn meine Beiträge auf Anklang stoßen und zu eigenen Ideen inspirieren. Und ich freu mich sehr, wenn sie auf deiner Homepage vorgestellt werden! 🙂 (Ist es üblich, danach zu fragen? Ich finde es nämlich eine gute und sinnvolle Idee und werde sicher auch bald rebloggen… :blush: ) LG Heidi

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      1. Nö, üblich ist es nicht. Es sollte ja wohl kaum jemand was dagegen haben, wenn seine Beiträge zur Kenntnis genommen und weiterverbreitet werden. Also ICH freue mich, wenn jemand meine Arbeit zu schätzen weiß und mir auch mit der Weitergabe und Vorstellung meiner Beiträge zeigt, dass es gefällt …

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