Sehr praktisch – Knoblauch im Glas

Mein Garten ist in Wirklichkeit ein Knoblauch-Minenfeld. Ich vermute an die tausend schlafende Knoblauchzehen, deren Urahnen ich vor Jahren systematisch rund um Erdbeeren, Weintrauben, Salatpflanzen und sonstige pilzgefährdete Pflanzen gestupft habe und die sich seither unkontrolliert vermehren. Dabei bleiben sie wenigstens an ihrem Standort und breiten sich nicht weitläufig aus wie Gundelrebe oder Ringelblume.
Jedes Jahr freue ich mich, wenn aus nicht geernteten Knollen büschelweise neue Knoblauchpflanzen heranwachsen, doch wenn ich ihn dann brauche, ist er spurlos verschwunden. Immer verpasse ich den Zeitpunkt, den Knoblauch zu ernten, solange das welke Laub noch seinen Standort markiert.

Also habe ich auch gestern Knoblauch in größeren Mengen eingekauft – er hat ja gerade Saison… Spontan habe ich beschlossen, ihn gleich in Gläsern einzusalzen. IMG_5644
Eine sehr praktische Art, wie man Knoblauch das ganze Jahr über schnell bei der Hand hat und die mühevolle Arbeit, immer wieder nur einzelne „Zecherl“ zu verarbeiten auf einmal erledigen kann.
Man braucht dafür nur Knoblauch und Salz und ein geeignetes Gerät zum Zerkleinern. Ich habe es schon mit dem Stabmixer probiert, das geht gut. Diesmal hab ich meinen Zerkleinerer verwendet, das ging sehr gut, vor allem bei der gestrigen – etwas größeren – Menge von 350 g Knoblauch.

Eingesalzener Knoblauch IMG_5655
(für 2 Gläser á 200 ml)

350 g Knoblauch (geputztes Gewicht)
50 g feines Salz

Knoblauchzehen von der Knolle abtrennen, Schale entfernen. Dies geht leichter, wenn man die Zehen kurz in kaltes Wasser einlegt.
Knoblauch mit dem Stabmixer/Zerkleinerer sehr fein zerkleinern, Salz dazugeben und weiter zu einer sämigen Masse zerkleinern.

Der Knoblauch verliert nach der Salzzugabe etwas Wasser, das ist normal und unterschiedlich stark je nachdem wie stark zerkleinert wird, Wassergehalt des Knoblauchs,…

Gleich in Gläser abfüllen. Ich bewahre die Gläser im Kühlschrank auf, der Knoblauch ist eingesalzen mindestens mehrere Monate haltbar. Er wird überall dort verwendet, wo Knoblauch UND Salz gebraucht wird. Eine weitere Salzzugabe erübrigt sich (meistens)!

Während der Lagerung verändert sich die Farbe des Knoblauchs, fast immer wird sie im Lauf der nächsten Tage etwas grünlich, danach wieder gelblich bis dunkelgelb nach längerer Lagerung. Auch die grüne Farbe ist normal, sie entsteht aus Schwefelverbindungen und den Enzymen im Knoblauch. Auf dem Bild mit meinen 2 Gläsern sieht man auch, dass durch den unterschiedlichen Einfüllzeitpunkt (das linke Glas musste ich erst suchen und wurde etwa 10 min. später befüllt) schon Farbunterschiede erkennbar sind!

Die Mengenempfehlung für die Salzzugabe 51onotCQeiL._SX341_BO1,204,203,200_
(15 dag Salz auf 100 dag Gemüse) habe ich aus meinem „Standard“-Kochbuch für ländliche Haushalte von Karoline Meindl-Dietrich/Erna Lechner, Österr. Agrarverlag.

 

 

 

 

Zum Abschluss noch Links zu Seiten, die sich mit dem Knoblauch aus Sicht der Heilkunde, aus ayurvedischer Sicht und aus Yoga-Sicht beschäftigen.
http://lexikon.huettenhilfe.de/gewuerze/knoblauch/knoblauch-in-der-heilkunde.html
http://www.veda-life.de/ayurveda-heilpflanzen-knoblauch.html
https://wiki.yoga-vidya.de/Knoblauch

 

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