Wie geht abnehmen #5 – Automatik-Modus beenden

Wie oft denken wir täglich ans Essen!? Wie viel Zeit verbringen wir mit der Zubereitung, dem Einkaufen und Planen der nächsten Mahlzeiten? Kaum lagern wir die Füße hoch – erwischt uns die Werbung im Fernsehen oder ein leckeres Bild auf Instagram oder Pinterest.
Ganz schön schwierig manchmal, dem apple-1506119_1280
appetitmachenden Essen zu entkommen. Wir können noch so standhaft sein, irgendwann greifen wir doch zu, nachdem wir zehnmal an den knackig-frischen Äpfeln in der Küche vorbeigegangen sind und nach der x-ten Werbeeinschaltung über Joghurt können wir nicht anders, als den Kühlschrank danach zu plündern.

Man greift viel eher zu, wenn etwas ständig in Sichtweite herumsteht. „Na, das ist doch klar!“, denken sie. Stimmt! Genauso klar ist auch die Gegenmaßnahme: Alles wegräumen, was eine Verlockung ist. Denn vieles essen wir ganz einfach automatisch, ohne nachzudenken, ohne ein Bedürfnis danach zu haben, ohne Hunger zu verspüren.

Ein Streifzug durch die Wohnung mit offenen raspberries-1925178_1280
Augen kann solche Stolperseine entlarven. Wo steht überall Essen herum? Was davon wäre hilfreich wegzuräumen?
Eine Selbstbeobachtung kann ihnen zeigen, ob sie überhaupt dazu neigen, automatisch zu essen. Beim Kochen passiert das ja auch häufig. Man nascht ein bisserl hier, ein bisserl dort. „Macht doch nix, kochen soll ja auch Spaß machen!“? Das schon, aber Essen sollte auch eine bewusste Entscheidung sein, vor allem dann, wenn man abnehmen möchte.
Es gibt auch den Einwand, dass dieses häppchenweise Essen unsere Verdauungskraft beeinträchtigt. Das spricht wieder für unsere 3 Mahlzeiten (Wie geht Abnehmen #1) , die groß genug, aber auch nicht zu schwer sind. Sie sollen unsere Verdauung anfachen ohne sie zu belasten.

Das automatische Essen hat viel mit Gewohnheiten zu tun und die sind ja bekanntlich gar nicht so leicht zu ändern, noch dazu sträuben wir (oder unser bequemes, aber durchaus egoistisches Gehirn) uns dagegen. Manchmal hilft es bei ungünstigen Gewohnheiten einige Tage konsequent zu bleiben und den Hunger auszuhalten. Auch der meldet sich automatisch jeden Tag um 10 Uhr und verlangt die gewohnte Nussschnecke. Oder treibt uns nachts aus dem Bett zu einem Mitternachtssnack.

Man kann aber auch gute Gewohnheiten automatisieren. Warum nicht an das Abendessen gleich noch das Zähne Putzen anschließen?  Oder nach dem Mittagessen und Wegräumen eine halbe Stunde an die frische Luft gehen, bevor einen das Mittagstief  zu Kaffee und Kuchen in der Couch zwingt?

In leichten Hungerphasen zwischendurch tee-1685847_1280
kann es vorkommen, dass unsere Füße automatisch und immer wieder den Weg in die Küche einschlagen und wir den Kühlschrank so oft öffnen und wieder schließen („Nein, die letzte Mahlzeit ist doch noch gar nicht so lange her!“) bis wir dann doch einmal zugreifen. Wer zu den Glücklichen gehört und dieses Verhalten entlarvt, es sich also bewusst macht, der hat auch eine Chance es zu ändern. Indem er sich eine Ablenkung verschafft, eine Ersatzhandlung. Haushaltstätigkeiten bieten sich an, da sie jederzeit begonnen werden können, Hobbies (malen, am Instrument üben, Rätsel lösen,…)

Der Motor für diese Küchenausflüge ist übrigens unser Gehirn. Wenn ein Energietief zu erwarten ist, bemüht es sich nach allen Kräften um Nachschub. Das Gehirn geht nämlich auch heute noch davon aus, dass Essen schwer zu beschaffen ist und man möglichst alles essen sollte, was einem in den Weg kommt. Das Gegenteil ist der Fall, der Überfluss beim Essen bringt uns Probleme, nicht der Mangel.

P.S. Ich weiß, dass Äpfel und Joghurt selten die water-1187656_1920k.jpg
Lebensmittel sind, auf die die Werbung aufmerksam machen möchte.
Aber ich verfolge eine Strategie nicht nur hier am Blog sondern generell in meiner Arbeit:
So oft es geht möchte ich auf Gesundes Essen Appetit machen. Ich finde es weit sinnvoller als Ernährungsberaterin für Gesundes Essen zu sprechen als gegen Ungesundes Essen. Alleine durch die Nennung „ungesunder“ Lebensmittel denkt der Leser daran, bekommt Appetit darauf und isst letzten Endes doch das „Ungesunde“.
Das Gegenteil möchte ich erreichen: nämlich dass der ein oder andere nach dem Lesen des Artikels und Ansehen der Fotos Appetit auf Äpfel, Himbeeren oder Joghurt bekommen hat oder gar ein Glas Wasser oder Tee trinkt! Wohl bekomm’s! 🙂

 

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