Die gesunde Jause – Butter, selbstgemacht

Oft heißt es ja, dass unsere Kinder heutzutage gar keine Ahnung mehr haben von der Landwirtschaft und der Lebensmittelherstellung. Wie auch?, denke ich mir dann. Die Landwirtschaft ist ein Berufsfeld wie jedes andere, das Wissen darüber wird uns ja nicht angeboren. Wenige Kinder wachsen heutzutage noch auf einem Bauernhof auf und wissen damit mehr darüber, wo unsere Lebensmittel herkommen als andere.

In meiner Arbeit – in den Schulen, in Kindergärten – stelle ich mit Kindern gerne einfache Lebensmittel her. Das Erstaunen ist oft groß, was man alles selbst machen kann. Nicht nur bei den Kindern, auch bei den Erwachsenen!

Ein sehr beliebtes Beispiel ist die Butter. IMG_6092.jpg
Sie wird aus Schlagobers gemacht, der in einem gut verschraubbaren Glas einfach fest geschüttelt wird. Das dauert einige Minuten, 2-3 Kinder können sich dabei abwechseln. Überschüssige Kräfte, wenn bei den Kindern vorhanden, werden beim Schütteln abgebaut! Man lernt nebenbei, warum wir Schlagobers besser sparsam verwenden: weil er viel verstecktes Fett enthält, das beim Butter machen jedoch sichtbar gemacht wird.

Selbstgemachte Butter 

100 g Schlagobers (36% Fett, ergibt also ca. 45 g Butter) wird in ein Glas gefüllt und dieses fest zugeschraubt. Das Glas sollte maximal zu einem Drittel befüllt sein. Nun wird fest geschüttelt. Dabei verdoppelt sich das Volumen des Inhalts. Nach einiger Zeit tut sich beim Schütteln nichts mehr – trotzdem weiterschütteln!


Das fest geschlagene Obers trennt sich bald in die fetten und die flüssigen Bestandteile, es entsteht ein Butterklumpen in einem Buttermilch-„See“.


Die Buttermilch wird abgegossen (schmeckt wie süße Milch), der Butterklumpen mit einem Löffel gut gedrückt (geknetet), dabei tritt weiter Buttermilch aus, die abgegossen wird.


Die Butter kann sofort verwendet werden, sie ist wunderbar weich und kann leicht aufs Brot gestrichen werden. Jetzt noch Gemüse dazu und ein Stück Käse und fertig ist die Gesunde Jause für den Vormittag.

Angeblich schmeckt sie noch besser als die gekaufte ;-), das liegt vielleicht auch daran, dass selbstgemachtes Essen Kindern meistens besser schmeckt.
Wenn die Butter aufbewahrt werden soll, wäscht man sie jetzt noch. Dazu gießt man kaltes Wasser ins Glas und knetet die Butter mit einem Löffel. Dabei wird das Wasser trübe. Wasser abgießen, diesen Vorgang wiederholen, bis das Wasser klar bleibt. Gut ausdrücken und im Kühlschrank einige Tage aufbewahren.

Mahlzeit !
Jause3

 

 

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3 Comments

  1. Liebe Heidi, deine Artikel zaubern mir immer ein Lächeln ins Gesicht. 🙂
    Weil sie nicht nur informativ sind, sondern auch so liebevoll geschrieben und durchweg empfehlenswert sind.
    Von dem Butter Experiment hat mir neulich ein Arbeitskollege erzählt. Der hatte das vor ein paar Jahren mal mit seiner Tochter gemacht, nachdem er es bei „der Maus“ gesehen hatte. Eine tolle Idee, nicht nur für Kinder. 😉 …Und ich habe neulich schon darüber nachgedacht ob das auch irgendwie in vegan funktionieren würde.
    Liebe Grüße, Jenny

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    1. Danke, liebe Jenny! Das freut mich sehr!
      Die vegane Butter-Variante würde mich auch interessieren! Leider hab ich dazu gar keine Idee und Erfahrung, wie man das anstellen könnte…Vielleicht bloggst ja einmal etwas dazu? 😊Bis dahin lese ich gerne weiter Deine Artikeln und anregenden Rezepte. Ich finde es sehr erfrischend und sehr lebhaft, wie du schreibst! Hast mich damit glaub ich auch inspiriert! 😀Liebe Grüße! Heidi

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      1. Hui, das ist ein großes Kompliment. Vielen Dank.
        😃
        Ich habe tatsächlich ein paar Ideen dazu, wie die Butter in vegan gelingen könnte. Mal sehen, wann sich da mal ein Zeitfenster auftut …oder mir jemand endlich so ein Zauber-Stundenglas schenkt. 🎩😄
        Liebe Grüße zurück, Jenny

        Gefällt 1 Person

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