Was ist es? Ein Kuchen? Ein Brot? – Veganer Dattelkuchen

Nach einem Rezept von Mrs. Flury’s veganen Brownies mit Datteln habe ich mich nach langem wieder einmal an ein veganes Kuchenrezept gewagt. Ich finde es nicht nur wichtig, auf tierische Lebensmittel auch einmal zu verzichten, sondern genauso spannend, statt der erprobten und gewohnten Rezepturen etwas Neues zu probieren.

Meine Brownies gelangen zwar ganz ohne zugesetzten Zucker oder Sirup, dafür musste ich bei der veganen Margarine passen und nahm nicht-vegane Butter (die man aber ganz einfach durch vegane Margarine ersetzen kann – wie im Originalrezept angegeben). Auch sonst gibt es einige Änderungen zu Mrs. Flury’s Rezept: Ich habe das Kochwasser der Datteln im Kuchenteig mitverwendet. Erst später habe ich bei Mrs. Flury gelesen, dass es nicht in den Teig gehört, mein Teig wäre aber definitiv zu fest gewesen ohne diese Flüssigkeit. Außerdem habe ich endlich einen Eiersatz ausprobiert, den ich vor einiger Zeit gekauft habe. Er besteht vorwiegend aus Stärke und Verdickungsmitteln. Aber lest selbst in meinem Rezept und probiert einfach beide Varianten aus! Genial ist auf jeden Fall, dass dieser süße Kuchen bei mir ausschließlich mit Datteln gesüßt wurde! Also könnte man ihn auch fast „Brot“ nennen!?

Veganer Kuchen mit DattelnIMG_8445

250 g Datteln ohne Stein
300 ml Wasser
90 g pflanzliche Margarine
2 EL veganer Eiersatz mit 100 ml Wasser angerührt (oder anderer Ersatz für 2 Eier: z.B. 120 g reife Banane)
100 g Mehl (z.B. Dinkelmehl)
60 g gemahlene Nüsse (z.B. Mandeln)
2 EL Kakaopulver (ungesüßt)
1 Teelöffel Natron
1 Teelöffel Backpulver

Die Datteln im Wasser weich kochen (ca. 10 min. köcheln lassen, dann quellen und abkühlen lassen). Einen Teil vom Kochwasser abgießen und zurückbehalten(falls der Kuchenteig zu fest wird, kann man es später noch zum Teig geben).
Datteln mit dem restlichen Kochwasser und der Margarine fein pürieren.
Den Eiersatz mit Wasser anrühren und unter die Dattelmasse rühren.

Die trockenen Zutaten miteinander versieben (außer die Nüsse) und mit der Dattelmasse rasch vermengen. Sollte der Teig sehr fest sein, noch etwas Kochwasser unterrühren.
In eine Backform füllen (eine Tortenform mit 24 cm Durchmesser wird ca. 4 cm hoch gefüllt) und im vorgeheizten Backrohr bei 180°C bei Ober- und Unterhitze ca. 25 min. backen.

Der Kuchen schmeckt süß genug, durch das Dattelpüree ein wenig feuchter als ein „konventioneller“ Kuchen, aber wirklich sehr gut! Am zweiten Tag noch besser als am ersten! Gutes Gelingen! 🙂

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7 Kommentare

  1. Hallo Heidi,

    mich interessiert mal deine Einschätzung zu Bananen, weil du sie in diesem Rezept erwähnst. Ein Makrobiot erklärte mir mal, dass Bananen streng genommen kein Lebensmittelplan seien, da für den Körper giftig und ausschließlich als Gegenmittel bei Schlangenbiss eingenommen werden sollten. Er habe das in Afrika recherchiert und von hier lebenden Natives aus Afrika bestätigt bekommen, die über unsere Bananenessgewohnheiten bloss den Kopf schütteln.

    Was sagst du als Expertin dazu?

    Herzliche Grüße
    Susanne

    Gefällt mir

    1. Hallo Susanne!
      Das klingt interessant und wäre ein ergiebiges Diskussionsthema! Ich habe das so noch nie gehört, aber ich habe mich auch noch nie mit Makrobiotik näher beschäftigt.
      Deshalb nur meine grundsätzliche Einstellung: ich denke, dass Bananen bei uns ein relativ unwichtiges Lebensmittel sind, weil sie in unserem Klima nicht gedeihen. Als Ersatz für Eier finde ich es ok, sie zu verwenden. Wahrscheinlich wären sie auch empfehlenswerter als der (künstliche) Ei-Ersatz, der im Rezept verwendet wurde.
      Die verschiedenen Ernährungsrichtungen geben unterschiedliche und teilweise auch widersprüchliche Empfehlungen zu Verträglichkeit und Kombinationsmöglichkeiten der Nahrungsmittel. Im Ayurveda z.B. wird die Banane durchaus empfohlen, aber nicht in Kombination mit Milch.
      Wenn wir davon ausgehen, dass wir etwa 40 verschiedene Obstsorten in einem Jahr essen, 2 Händevoll am Tag, also 730 Hände voll im Jahr, dann käme man auf 36 Hände voll Bananen, das sind 18 Stück, 1 Banane in 3 Wochen. Das finde ich weniger bedenklich als beispielsweise ein tägliches Glas Limonade.
      Was meinst du? Beschäftigst du dich mit Makrobiotik?
      Lg Heidi

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Heidi,
    ja, ich beschäftige mich damit, doch ich finde das Zubereiten relativ aufwendig, darum koche ich nur phasenweise makrobiotisch. Doch es gibt wertvolle Zutaten, die ich regelmäßig verwende.

    Wann gibt’s bei dir Rezepte für Weihnachtsplätzchen? 😉 😉 😉

    Lg,
    Susanne

    Gefällt 1 Person

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