Go Green – Fett mit Öl entfernen

Kennt ihr das? In der Küche sammelt sich an höher gelegenen, unzugänglichen, nicht so oft gereinigten Flächen besonders hartnäckiger Schmutz an. Wenn sich das Fett aus den Kochdämpfen mit dem Staub einmal vereinigt hat, kann man mit Spülmitteln rubbeln, was man will. Es bleibt ein äußerst zäher, klebriger Belag ganz oben auf den Küchenkastln, auf Behältern, die herumstehen und sogar am Türrahmen. Im Gegenteil, man macht es durch Putzversuche mit einfachem Spülmittel und Spültuch nur schlimmer. Das Spültuch kann man danach meist vergessen. (Zu den Spültüchern gibt es am Ende des Beitrags noch einen Tipp!)

Was tun? Aggressive Putzmittel versuche ich zu vermeiden. Besonders in der Küche. Hilfe fand ich im Vorratsschrank. Denn: fettige Beläge entfernt man besonders leicht – geradezu spielend – mit Öl! Dass Fett sich in Wasser nicht auflöst ist sonnenklar. Logisch ist dann auch, dass es sich in Öl auflöst, oder?

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Ich habe es ausprobiert. Aus einer Not heraus, denn leider ist mir eine halbe Flasche Leinöl ranzig geworden. Gottseidank, denn diese Putzmethode begeistert mich. Der Einsatz: 2 Blatt Küchenpapier und ca. 20 ml Leinöl. Entsorgt wird es über den Restmüll.

Meine Edelstahlbehälter strahlen nun wieder vom Fett befreit!
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Sogar diese Kleberrückstände gehören endlich der Geschichte an!
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So geht ihr vor: 1 Blatt Küchenpapier zusammenfalten und 1-2 Esslöffel pflanzliches Öl (z.Bl Leinöl) daraufgeben. Sicherheitshalber könnt ihr vorher auf den verschiedenen Materialien an einer kleinen Stelle testen, ob sie durch das Öl verfärbt werden.
Die betroffenen Flächen mit dem öligen Küchenpapier einreiben. Mit besonders stark verschmutzten Flächen anfangen, sie brauchen mehr Öl.

Vorsichtig arbeiten: das Öl macht natürlich Flecken auf der Wandfarbe (es sei denn ihr habt eine lack-beschichtete, waschbare Farbe).
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Wenn man sparsam Öl verwendet, entsteht nur ein sehr dünner Ölfilm auf den geputzten Flächen. Dieser wird mit einem Spültuch, heißem Wasser und ein wenig Spülmittel noch weggeputzt. Fertig! Spiegelblank und glänzt wie neu! FettmitÖlentfernen4

Übrigens: meine Spültücher sind aus Stoff. Man bekommt sie zu kaufen und kann sie so oft waschen, wie man will. Oder man nimmt ein geeignetes Mikrofasertuch, die sind saugfähig, nehmen viel Schmutz auf und sind bei 60°C waschbar. Am besten natürlich mit selbstgemachtem Waschmittel. Mit der Zickzackschere je nach Größe z.B. in vier Teile schneiden. Fertig.
Ich verwendet seit etwa 2 Jahren ausschließlich Stoff-Spültücher, die alle paar Tage gewaschen werden. Anfangs war es etwas ungewohnt, kann ich mich erinnern. Nun ist es umgekehrt. An die Verwendung des schwammigen „Plastiks“ mag ich gar nicht mehr denken. Stoff ist billiger, langlebiger, hygienischer und angenehmer anzugreifen.Spültücher

 

 

6 Kommentare

  1. Similia similibus solvuntur – gleiches wird mit gleichem gelöst. Das wussten schon die alten Alchimisten. Nach diesem Motto habe ich schon mal vor Jahren hartnäckigen Fettschmutz in der Küche entfernt. Daher kann ich den positiven Effekt nur bestätigen. Der Tipp ist wirklich bares Geld wert, denn so spart man sich viele Euro für teure „Spezialreiniger“, die nur die Umwelt belasten!

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  2. Für vieles würde es so einfache „Lösungen“ geben…
    Den Spruch den du zitierst kannte ich bislang nur so: Sim. sim. curantur. Wahrscheinlich kann man ihn auf vielfältige Weise abwandeln…? Das gefällt mir gut! Ähnlich wie der Spruch „wie im Kleinen so im Großen“.😀

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