Allerheiligenstriezel mit – Kürbis, ganz klar!

Das Wetter macht dem bevorstehenden Allerheiligentag „alle Ehre“. Gut, dass wir Herbstferien haben, denn bei diesem trüben Regenwetter gibt es auch zuhause einiges zu tun. Zum Beispiel den Allerheiligenstriezel zu backen. Natürlich kommt bei mir derzeit sogar in den Germteig ein wenig Kürbismus und in Zukunft werde ich mir gut überlegen, welche Kürbissorten es sich in meinem Garten gemütlich machen dürfen.

Mein Striezelteig enthält ein Ei und Butter, bei der Milch bin ich auf pflanzlichen Ersatz ausgewichen und ein weiteres Ei habe ich dem farbenfrohen Kürbismus „geopfert“. Der Teig dankt es mir mit sonnengelber Farbe, das hellt die Stimmung gleich auf!

Allerheiligenstriezel mit Kürbismus
Zutaten für 2 kleine Striezel

Vorteig: 10 g Germ, 50 g Weizenmehl T700, 40 g Wasser miteinander verrühren und zum doppelten Volumen aufgehen lassen.

Hauptteig:
200 g Weizenmehl T480
200 g Weizenmehl T700
1 Ei (vom Dotter ca. 1 Esslöffel voll zurückbehalten zum Abstreichen)
180 g Kürbismus auf 150 g eingedickt
ca. 50 ml Milch oder pflanzlicher Drink
70 g Zucker
50 g kalte Butter
5 g Germ
Zitronenschale, 1 EL Zitronensaft, 1 EL Rum, 1 Prise Salz

Für das Kürbismus wird 150 g Kürbis zerkleinert, mit sehr wenig Wasser in einem Topf weich gedünstet, bei geringer Hitze eingedickt und nach dem Abkühlen mit dem Stabmixer püriert.
Man kann auch gleich mehr eingedicktes Kürbismus zubereiten und damit Brotteig oder Kürbisnudeln herstellen!

Der Vorteig wird mit allen weiteren Zutaten außer Butter zu einem glatten Teig verknetet. Ca. 6 Minuten kneten, dann die kalte Butter scheibchenweise unterkneten. Gesamtknetzeit ca. 10 Minuten.

Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Teig aus der Schüssel nehmen, durchkneten und in gleich schwere Portionen teilen, z.B. 6 x 140 g. Striezel nach Belieben formen.

Die Striezel abgedeckt gehen lassen. Nach etwa 1 Stunde das Backrohr auf 190°C aufheizen. Striezel mit Dottermilch abstreichen, mit Mandelblättchen, gehackten Mandeln oder Hagelzucker bestreuen und ca. 25-30 Minuten backen. Die Backzeit hängt von der Größe bzw. Dicke eurer Striezel ab. Also immer ein Auge drauf haben und nicht so wie ich einfach weggehen, um Rezepte in den Computer zu tippen. Dann könnte es passieren, dass euer schönes Gebäck auch so dunkel wird wie meines.

Der Striezel im Bild unten wird ganz normal aus 3 Strängen geflochten. Damit er in der Mitte bauchig und an den Enden schmäler wird, beginnt man in der Mitte zu flechten, flicht bis zum Ende, dreht ihn um und flicht die zweite Seite.
Weitere Striezelarten erkläre ich hier:
Striezel flechten – 8er Zopf
Striezel-Flechten: 5er – Spindel, hoch geflochten
Striezel-Flechten: Winston Knoten
Viererzopf – Striezelschnecke (kurzer Striezel rechts oben im Bild)
Mohnflesserl – Übernachtgare (Einstrangzopf links oben im Bild)

10 Kommentare

    1. „ganz klar“ ist eine Anspielung darauf, dass ich gerade sehr viel Kürbis zu verarbeiten habe und er deshalb überall hineingeschummelt wird. Bin erst später draufgekommen, dass der 🎃 ja auch zum 31.10. passt 😉

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  1. Habe heute – Sonntag – an Dich denken müssen. Habe gerade auf Servus TV viel über Mohn gelernt. Ein netter, älterer Herr hat vier Kindern alles über Mohn – Ernte, Sieben, Quetschen – erklärt und gezeigt und dann mit ihnen Sterznudeln gekocht. Dazu gab es Sauerkraut und ein Glas Milch. Ich dachte mir, die Heidi hat sicher ein Rezept dafür und die sicher auch schon gekocht!

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    1. Das ist ja cool, dass du da an mich denkst😀! Ich habe tatsächlich noch keine Schupfnudeln auf meinem Blog! Und auch der Mohn ist etwas unterrepräsentiert, da ich ihn als Kind in Süßspeisen nie sehr mochte. Heute allerdings schmeckt er mir viel besser! Mohnnudeln kommen auf meine gedankliche Liste für den Blog! Zeit genug dafür sollte in den nächsten Wochen ja nun sein…😌
      Danke für den Tipp. 😀

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      1. Ich freue mich drauf. Der nette, ältere Herr auf Servus TV erklärte übrigens, dass zusammen mit dem Sauerkraut die süßen Nudeln nicht mehr so süß sind – trotz Kristall- und Puderzucker. Bei ihm am Hof hätte es das in seiner Kindheit zweimal die Woche zu essen gegeben, immer dienstags und im katholischen Österreich natürlich freitags.

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