Parasolschnitzel mit Gurken-Rajta

Beim Pilze suchen habe ich das hervorragende Talent, nichts zu finden. Andere gehen nur am Waldrand vorbei und „riechen“ schon, dass die Pilze aus dem Boden sprießen. Oder zeigen beim Spaziergang im Wald unentwegt nach links und rechts „Schau!“ – „Was ist?“- „Na, das Schwammerl dort hinten unter dem Blätterhaufen!“ – „Echt!? Seh ich nicht.“
Vielleicht hängt meine schlechte Schwammerl-Nase damit zusammen, dass der Klassiker aus meiner Kindheit – panierter Parasol – nicht so meines war. Die „Schnitzel“ hatten einen eigenen Beigeschmack, der mir bis heute in Erinnerung geblieben ist, obwohl ich dieses Gericht seit Jahren (ich schätze mehr als 20) nicht mehr gegessen habe.

Bis gestern. Da stand meine Tante mit einer Ladung frischer Parasolpilze vor der Tür. Was soll’s, dachte ich mir, nahm sie und kochte zum ersten Mal selbst Parasolschnitzel. Den eigenen Beigeschmack habe ich nicht wiedergefunden. Sie waren auch nicht wässrig. Vielleicht habe ich schon zu lange keine „echten“ Schnitzel mehr gegessen, dass ich das Gefühl hatte, dass Parasolschnitzel eine echte Alternative zu herausgebackenem Fleisch sind. Preislich gesehen sind sie auf jeden Fall unschlagbar.

Parasolschnitzel mit Gurkenrajta (4 Portionen)

Zutaten:
6 mittelgroße Parasolpilze
Panade: 2 Eier, Salz, Wasser; Dinkelvollmehl, Semmelbrösel

Zitronensaft (gehört auf jedes Schnitzel)

Gurkenrajta:
1 Gurke
300 g Joghurt 15% Fett
1 EL Rosinen
2 EL Nüsse
Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zitronensaft oder Condimento bianco

Zubereitung:
Gurke in 4 mm dicke Scheiben schneiden, die Scheiben der Hälfte nach halbieren und in ca. 3 mm dicke Stifte schneiden.
Nüsse und Rosinen grob hacken.
Alle Zutaten miteinander verrühren und eine Stunde kühl stellen.

Pilze mit einem Küchentuch putzen, Stängel entfernen. Nicht waschen. Nicht salzen.
3 Behälter für die Zutaten der Panade herrichten, Mehl, Brösel und in die dritte eine Mischung aus verschlagenen Eiern, Salz und etwas Wasser füllen.
Pilzhüte je nach Größe dritteln oder vierteln, zuerst in Mehl wenden, dann im verschlagenen Ei und zum Schluss in den Bröseln. Panade gut andrücken und die Schnitzel in heißem Öl beidseitig goldbraun frittieren.

Auf Küchentuch abtropfen lassen.
Mit reichlich Zitronensaft und Gurkenrajta servieren. Als Dekoration passt Vogerlsalat. Der kann auch gerne mit Erdäpfelsalat gemischt werden.

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