Typisch (Nieder-)Österreich : Glühwein aka „Glow-alone“

Mit 4 verschiedenen Sorten ist unser Keksteller nun schon ausreichend gefüllt für eine Kaffeejause. Und auch ein Glühwein passt wunderbar zu den trockenen Keksen. Ich behaupte, dass der Glühwein zu den typisch österreichischen Getränken gehört. Gerade Niederösterreich ist ja ein ausgesprochenes „Weinland“. Von meiner Punschsuppe war noch eine halbe Flasche Rotwein übrig, passenderweise einer aus Langenlois im Herzen Niederösterreichs. Eine halbe Flasche ist nicht viel, aber das Glühwein- und Punsch-Trinken ist ja angeblich gerade etwas sehr Verpöntes, weil …das weiß angeblich keiner so genau. Aber wenn, dann sollen wir ihn bitte angeblich zuhause trinken. Und angeblich möglichst allein. Also ein „glow alone“. Aber halt! Das heißt nicht, dass ihr die angegebene Menge auf einmal trinken sollt! Glühwein kann man auch einige Tage aufbewahren. Dann sollten die Gewürze jedoch entfernt werden, sonst entsteht ein sehr bitterer Geschmack!

Glühwein „Glow alone“
0,5 l Rotwein
0,25 l Wasser
Saft 1 Zitrone
Zitronenschale
1 Zimtstange (zu Zimt gibt es ganz unten noch einen wichtigen Tipp!)
5 Nelken
2 zerstoßene Kardamomkapseln
etwas Vanille
Zucker nach Geschmack (ca. 1-2 Teelöffel pro Becher Glühwein)

Alle Zutaten in einem Topf erhitzen, einmal aufkochen lassen und dann zugedeckt ziehen lassen. Vor dem Verzehr noch einmal auf Trinktemperatur bringen. Am besten schmeckt der Glühwein nach einem Spaziergang in der kalten Winterluft. |

Noch ein Tipp zum Zimt!:
Ich verwende Ceylon Zimt, die Rinde des „echten Zimtbaumes“, der sehr dünnblättrig und dadurch besonders ergiebig ist. Er enthält weniger Zimtaldehyd, was ihn geschmacklich weniger scharf, aromatischer und edler macht.
Die zweite gängige Zimtart – Cassie – wird von einem dem Ceylon Zimt verwandten Baum gewonnen. hat dickere Rindenstücke und schmeckt würziger und schärfer, was auf den hohen Gehalt an Zimtaldehyd zurückzuführen ist. Ebenfalls enthalten ist Cumarin, das in höherer Dosierung zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen kann. Die tägliche Höchstmenge an Cumarin kann mit einem TL Cassie-Zimt schon ausgeschöpft werden. Bei Kindern entspricht dies etwa 100 g Lebkuchen.
Gerade zur Weihnachtszeit oder wenn gerne und viel Zimt in Tee, Gebäck oder Currys verwendet wird, könnt ihr also darauf achten, den nahezu cumarin-freien Ceylon-Zimt zu verwenden.

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