Kekse Backen 2020 – Finale

Kein Weihnachten ohne die Keks-Klassiker Vanillekipferl und Linzer Augen. Während sich erstere im heurigen Jahresmotto „einfach und nach dem Backen so gut wie fertig“ einordnen lassen, so sind zweitere zumindest mit Marmelade gefüllt. Auch das lässt sich jedoch kurz nach dem Backen erledigen und die Kekse sind nach einigen Stunden des Durchziehens auch schon genussbereit.

Vanillekipferl backe ich seit Jahren nur noch nach diesem Rezept. Ohne Dotter und mit einem ausgewogenen Verhältnis von Mehl und Nüssen. Andere Rezepte werden trockener und weniger aromatisch, wie ich finde. Kipferl nach diesem Rezept zergehen auf der Zunge und schmecken fein nach Nüssen statt nach Mehl.

Aber die Sache hat auch einen Haken. Der Teig ist nicht ganz einfach handzuhaben. Nach der Nacht im Kühlschrank kann man den kalten Block nur mit einem Messer vorschneiden. Die entstehenden Quader werden einzeln abgewogen. Auch das kostet Zeit, muss aber sein. Denn Gewichtsunterschiede machen sich in unterschiedlichen Backzeiten deutlich bemerkbar. Ein Teil der Kekse könnte also schon zu dunkel gebacken sein, während die anderen noch nicht durch sind. Gebrochene Kekse beim Wälzen im Vanillezucker sind damit vorprogrammiert

Das Biegen der Kipferl braucht ein wenig Fingerspitzengefühl, damit der Teig nicht bricht. Sollte das der Fall sein, zurück auf die Arbeitsfläche, den an der Bruchstelle Teig ein wenig drücken und nochmal probieren.

Zurechtbiegen der Vanillekipferl mit Fingerspitzengefühl, damit der Teig nicht bricht.

Belohnt wird man für den Aufwand mit bruchfesten Keksen, die im gut lauwarmen Zustand im Vanillezucker gewälzt werden. Bruchfest heißt bei mir: 1 geht immer zu Bruch, so auch dieses Jahr. Ein ohnehin leicht verbranntes, da ich den Timer zu lange gesetzt habe.

Übrigens: auch Vanillekipferl – ohne Ei und sonstige Backtriebmittel – gehen beim Backen auf, wie dieses Foto zeigt:

Und nun zu den Linzer Augen: Auch dieses Rezept findet ihr bereits am Blog. Bei Teigen, die ausgestochen werden walke ich zu Beginn nur die Hälfte (bei sehr großer Teigmenge) oder 2/3 aus. Die beim Ausstechen entstehenden Reste, an denen auch einiges Mehl vom Auswalken hängen bleibt, kann ich dann mit etwas „frischem“ Teig kurz verkneten. So bekommt man Kekse von etwa gleichbleibender Qualität.

Nicht ganz so gut im Griff habe ich die Marmeladenmenge, diesmal übrigens meine geliebte Uhudlermarmelade. Meistens fülle ich zu viel ein und die knusprigen Kekse werden nach kurzer Zeit weich. Einige Stunden an der Luft und sie sind wieder etwas trockener.

1 Kommentar

  1. Plätzchenbacken mit Oma war für mich immer das Highlight der Adventszeit! Ich vermisse ihre Weihnachtskekse und ihren Käsekuchen. Neben Nusskeksen, Butterkeksen und Zimtsternen gehörten auch die Kipferl dazu. Unvergesslich!

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