Schwarzwurzelsalat

Da standen sie beim letzten Einkauf im Selbstbedienungsladen, und ich staunte nicht schlecht beim allerersten Anblick von „echten“ Schwarzwurzeln. Ich schwöre, ich habe noch nie zuvor Schwarzwurzeln gesehen, geschweige denn selbst gekocht. Gegessen habe ich sie schon hunderte Male, immer als Salat, oft auch selbstgemacht mit vorgekochten Schwarzwurzeln aus der Dose.

Kann natürlich gut sein, dass ich sie am Markt oder im Bioladen schon einmal gesehen, aber nicht registriert habe. In Supermärkten bekommt man sie bei uns aber ziemlich sicher nicht. Nun gut, 3 Stangen waren also mein und wenn ich auch wusste, was daraus werden sollte – Salat, wie ich ich kenne – so wusste ich noch nicht, wie. Ich erinnerte mich an Fotos von handschuhtragenden KöchInnen beim Schneiden dieses seltenen Gemüses und meinte, gehört zu haben, dass sich geschälte Schwarzwurzeln schnell verfärben, weshalb ein „saures Bad“ bei der Verarbeitung bereitstehen sollte. Den Rest verriet „das Internet“ und der Salat zum Mittagessen war gesichert. So schwer war es dann auch nicht.

Schwarzwurzeln werden nicht von ungefähr „Winterspargel“ genannt, denn sie enthalten ebenso die Aminosäure Asparagin. Außerdem punkten sie mit Vitamin E, Folsäure, Kalium, Magnesium und Eisen. Inulin, ein wertvoller Ballaststoff kann Blähungen verursachen, weshalb man Gewürze mit blähungswidriger Wirkung – Dill, Koriander, Kümmel, Fenchel, Anis – bei der Zubereitung der Schwarzwurzeln verwendet.

Zum Schwarzwurzelsalat gab es frische Rotkohlsprossen, veganes Sojagulasch und Naanbrot.

Übrigens: Handschuhe habe ich nach dem Schälen der ersten Schwarzwurzel auch übergezogen und die waren nach dem Schälen der weiteren Wurzeln so klebrig, dass ich sie entsorgen musste. Grund dafür ist der austretende Milchsaft. Nach dem Einlegen in Essigwasser tritt nur mehr wenig Milchsaft aus.

So aufregend es war, die Schwarzwurzeln zum ersten Mal zu sehen, habe ich es doch glatt übersehen, sie auch zu fotografieren. Das hole ich hoffentlich spätestens im Herbst nach, denn heuer soll es erstmals die Schwarzwurzeln auch im eigenen Garten geben.

Schwarzwurzelsalat mit Rahmdressing

ca. 400 g Schwarzwurzeln
5 EL Essig oder Zitronensaft + ca. 500 ml Wasser

100 g Sauerrahm
1 EL Majonnaise
Essig nach Wahl
Zitronensaft
Schnittlauch
Salz, Knoblauch

Eine Schüssel mit Essigwasser oder Wasser mit Zitronensaft bereitstellen.
Schwarzwurzeln mit dem Sparschäler schälen, dabei Einmalhandschuhe tragen. Die Wurzeln in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Dicke Wurzeln der Länge nach in ca. 1 cm dicke Stücke teilen. Die geschnittenen Schwarzwurzeln sofort in das saure Wasser legen.

Am 6. März durfte der erste Schnittlauch aus dem Garten in’s Salatdressing. Schön scharf war er!

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, dann ca. 1/2 TL Salz dazugeben. Die Schwarzwurzeln abseihen und in ca. 10-15 min. bissfest kochen. In kaltem Wasser abschrecken und vollständig abkühlen lassen.

Für die Marinade Sauerrahm, Majonnaise, Essig, Zitronensaft, Salz und Knoblauch verrühren, mit Wasser auf den gewünschten Geschmack abschmecken. Frische Schnittlauchröllchen und die Schwarzwurzeln untermengen. Den Salat am besten einige Stunden kalt durchziehen lassen.

Bei uns gab es mittags dazu das vegane Sojagulasch und frisch gebackenes Naan-Brot.

Und abends war er Teil der Salatplatte – mit Cole Slaw und marinierten Gurken – dazu einen würzigen Weichkäse und das frische Schwarzbrot.

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