Mischbrot mit Nüssen

Endlich wieder ein Brot mit gelungenen Einschnitten. Hübsche Ideen dafür liefert mir Rita auf ihrem Backblog, Rita’s Dinkelbrot oder das weihnachtliche Motivbrot sind besondere Eyecatcher. An roggenlastigen Broten werde ich nicht mehr üben. Einschnitte gelingen besser bei elastischen Brotteigen, sie brauchen also Weizen. Das Backen im Topf hat ebenfalls seinen Beitrag geleistet, dass sich die geometrischen Schnitte so schön entwickelten.

Dieses rund geformte Brot mit kompaktem Teig hat die Stückgare auf Backfolie unter einer großen Rührschüssel verbracht. Eingeschnitten wurde es etwa 40 Minuten vor dem Einschießen. Ich verwendete dazu ein gezähntes Gemüsemesser. 2 kreuzförmige Schnitte, in jedem Zwischenraum ein mittellanger Schnitt, dann in jedem Zwischenraum ein kürzerer Schnitt.

Topf und Deckel werden im Backofen mit aufgeheizt. Meine Backfolie habe ich aus einem Rechteck zugeschnitten. Zu einem Kreis in Topfgröße mit 4 Laschen. Zum „Überstellen“ in den heißen Topf fasse ich mit der linken Hand eine Lasche, mit der rechten fasse ich mit einem breiten, flexiblen Küchenfreund unter das Brot und hieve es schnell aber gezielt in den Topf. Meiner ist nicht sehr groß, das Brot füllt ihn schon im ungebackenen Zustand aus.

Rezept gibt es keines für dieses Mischbrot mit Roggensauerteig, Germ und Gerstenmalz. An Mehlen verwendete ich R960, W700, Dinkelmehl und ein wenig Hartweizengrieß. Außerdem ein paar gemahlene Leinsamen und Walnüsse. Ihr findet aber hier ein ähnliches Rezept: Roggenmischbrot. Und hier die Anleitung, selbst ohne Rezept Brot zu backen: Basics – Brot backen ohne Rezept.

Ich wünsche euch ein erfolgreiches und genussvolles Backen für alle eure Sinne!


23 Kommentare

  1. Nussbrot kostete Anfang der 2000er Jahre ein Südtirol ein Vermögen. Seit dem backen wir sämtliche Brote selbst. Das geht sogar in einem Haushaultgrill für 70.-€ mit 1KW Wärmekraft.
    Wir backen Brot nicht so geformt, schick und übertrieben fotogen. Nein. Wir backen es blechfüllend. In einer Stunde ist das Zeug fertig. In Deinem Brot, liebe Heidi, sind mir zuwenig Nüsse:-) Übrigens: Nussmehl ist günstig und lockert den Teig. Ich mehle meine „Nüsse“ selbst, gebe Mandel, Walnuss, Haselnuss und Erdnuss dazu. Manchmal auch ein paar Rosinen, Feigen oder Trockenpflaumen. Im Grunde brauchts dann nur noch das Brot und ein Pfund echte Alpenbutter mit feinstem Salz:-)) Bisweilen tut es auch ein herrliches Speckfett oder Döbelner Leber- und Blutwurst:-))

    So:
    Heute fahre ich mal einen kleinen Ausflug nach Prad. Ich will endlich mal ein par Bücher ausliefern:-))

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    1. Bei diesem Brot, das für meinen Geschmack schon recht dunkel gebacken ist, habe ich auch daran gedacht, dass Trockenfrüchte gut hineinpassen würden!
      Würde gut zu meinem Frühstücksbelag – Topfen und Marmelade – passen!
      „Übertrieben fotogen“ nehme ich gerne als Kompliment wenn ich meinen geringen Aufwand für das Fotografieren und meine bescheidene Ausrüstung betrachte.🙏🏼

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      1. Es war auch als Kompliment gedacht; wie üblich, getarnt in Kochsprache:-)) Die bescheidene Ausrüstung macht den Profi; auch beim Fotografieren.
        Viele können einfach nicht leiden, wenn Köche kritisch ihr Werk und das ihrer Freunde betrachten. Bei Hartweizengrieß meinen Sie sicher Dunst, also, semola remacinata/Doppelgriffiges. Mitunter wirkt ein Brot nach dem Backen etwas…naja…schliff und die Poren haben so ein Aussehen wie gegossene/gebohrte Löcher. Das liegt entweder an zuwenig Trieb, an zu glattem Mehl und damit, an zuwenig Vollkorn- bzw. Dunstanteil. Wer sich also ein schönes Toastbrot backen möchte (die Königsleistung beim Backen), sollte sich unbedingt Dunst und Vollkorn zulegen. Ich backe fast immer in Silikonformen, in den alten Blechkastenformen oder, wie angedeutet, backblechbreit. Im Backblech von einem Kleingrill, Ober- Unterhitze – Umluft mit unten eingehangener Beschwadung, funktioniert das meines Erachtens am besten. Das ergibt so ein Riesenkastenbrot, wobei die Kastenkanten nur etwa 5cm hoch sind. Im Ganzen sieht das Brot aus wie ein Bauernbrot der alten Tage:-)) Der Vorteil dieser Methode ist, die (backschweren) Zutaten sinken nicht auf den Boden.
        Das Brot wird dann in einer Höhe von 10-20 cm (Mitte) fertig. Manchmal, aber nur manchmal, kommt es an die Heizspiralen.

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      1. Also, da bin ich ganz deiner Ansicht!
        Das mit Joseph Beuys war ein kleiner Spaß!
        Beuys war ein avantgardistischer Künstler. Stichwort ‚Fettstuhl‘! Ein. Kunstwerk, das fast vernichtet wurde!
        Ein schön angerichtetes Gericht steigert den. Geschmack, denn das Auge 👁 isst mit!
        Nichts für ungut,
        viele Grüße Opa Reiner

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  2. Hallo 👋 ich habe auch mal Kunst am Brot versucht. Betonung liegt auf versucht!
    Leider kann ich kein Bild schicken, aber wäre nur ein Beweis für dein Können!
    LG Opa Reiner

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