Typisch (Nieder-)Österreich: Käsespätzle mit Gurkensalat

Der heurige Frühlingsbeginn war der ideale Zeitpunkt für dieses Mittagessen, das sonst auch auf der Schihütte beliebt ist: die eisigen Temperaturen verlangten nach einem deftigen Gericht, gleichzeitig warteten schon die ersten österreichischen Gurken auf ihre Verwendung. Meine Garnierung – der Schnittlauch – hatte an den sonnenreichen Tagen zu Beginn des März schon ordentlich angetrieben, am ersten Frühlingstag standen seine Füßchen dann aber im Schnee. Es scheint jedoch der letzte Wintertag gewesen zu sein, die kommende Woche verspricht milder zu werden.

Zum Frühlingsbeginn freut sich der Schnittlauch über Schnee statt Sonne

Die Käsespätzle sind ein schnelles Gericht. Der Teig ließe sich sogar schon am Morgen vorbereiten. Welcher Käse verwendet wird ist regional unterschiedlich und Geschmackssache. Ich habe auch schon Spätzle in Käsesauce als Käsespätzle serviert bekommen. Ob das typisch ist? Die besten Käsespätzle, die ich jemals gegessen habe, waren mit einem bröseligen Kärntner Graukäse. Sehr würzig und speziell.

Spätzle habe ich in letzter Zeit öfter zubereitet, immer ohne das Rezept zu veröffentlichen. Das liefere ich nun nach und damit ist auch dieses Gericht komplett: Sojagulasch im Schmortopf
Und auch zum Zürcher Geschnetzeltes passen Spätzle, jetzt im Frühling könnt ihr auch die Bärlauchspätzle probieren.

Käsespätzle
Zutaten für 3 Portionen

Spätzleteig: 2 Eier
100 ml Milch oder Wasser
ca. 240 g Mehl, z. B. Dinkelmehl
1/4 TL Salz

2 kleine Zwiebeln
150 g würziger Hartkäse, gerieben
Öl

Salz, Pfeffer, Schnittlauch zum Bestreuen

So passt die Konsistenz des Teiges. Sie dürfte auch noch ein wenig weicher sein.

Die Zutaten für den Teig glatt verrühren, der Teig soll zäh vom Löffel fließen. 15 Minuten rasten lassen, während der man den Salat, z.B. Gurkensalat oder grünen Blattsalat zubereiten kann.
Zwiebel würfelig schneiden und in wenig Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun rösten.
Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen.
Den Spätzleteig durch ein Spätzlesieb in das kochende Wasser streichen und ca. 3 – 4 Minuten kochen lassen, bis die Spätzle an die Oberfläche steigen. Wenn man einen kleinen Topf verwendet, dann kann der Spätzleteig auch in 2 Portionen hintereinander verarbeitet werden.

Spätzle abseihen oder mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und zu den Zwiebeln geben. Geriebenen Käse dazugeben und unter Rühren schmelzen und etwas bräunen lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Schnittlauch bestreuen und mit dem Salat servieren.

8 Kommentare

  1. In die Spätzle könnte ich mich glatt reinsetzen! Eine Freundin von mir kommt aus dem Allgäu. Die schabt Spätzle locker vom Brett ins Heiße Wasser. Ich bewundere diese Kunst, befürchte aber, dass man damit aufgewachsen sein muss, um sie zu beherrschen. Deine Spätzle sehen wirklich sehr lecker aus… Gruß Tom

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  2. Ich als Badener kann das auch nicht. Ich habe mir eine Spätzles-Presse gekauft.
    Die sehen dann fast genauso aus wie handgeschabt! Kommentare von meinen Gästen: „… da hast Du aber ordentlich geübt!“ habe ich dann einfach so stehen lassen.
    Jeder hat so seine kleinen Geheimnisse… gell!
    Grüße Opa Reiner

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  3. Die Kässpätzler sind mir etwas zu trocken:-)) Zumindest für die Art der Zubereitung. So würde ich die als Gratin servieren. Zu einem saucischen Gericht natürlich.
    Der Gnocchetti, also der Spatz, möchte bitte schön saucig sein. Sonst gibt es Nebel bei kleinen Fürzchen:-))
    Ein so trockener Spatz wird von rund 80% der Gäste zurückgewiesen.
    Liebe Grüße, liebe Heidi:-))
    Übrigens: Zum Spätzle schaben braucht es nur den Lochstahl. Es geht auch eine grobe Reibe. Teig in die Hand und zwei Mal drüber streichen. Fertig. Das Salzwasser darf nicht sprudeln. Es muss sieden.
    Zum Rezept: Das Wichtigste am Spätzle sind die Eier! Auf ein Pfund (500g) Mehl-Dunstgemisch, würde ich nicht weniger als zehn Eier nehmen und nur sehr wenig Wasser angießen. Käse ist getrocknete Milch:-)) Wenn der Koch statt Wasser/Milch, Sahne nimmt, ergibt sich ein etwas weicheres Spatz mit einem recht intensiven Geschmack. Man beachte: Ein Liter Schlagobers, hat 350g Butter indus. Die Freunde des herzhaften Essens, können dem Spätzleteig, Speckfett und/oder Zwiebel- oder Knoblauchgranulat zugeben. Granulate sind im Sprühverfahren hergestellte, getrocknete Lebensmittel ohne Chemie:-))

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    1. Danke für die Tipps vom Fach! Trocken waren sie nicht, aber ich bin auch kein Freund der „Käsespätzle“, die in Käsesauce schwimmen. Und die besten Käsespätzle waren die, wo der Käse richtig bröselig war (siehe im Text😉).

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