Fruchtgemüse im Topf – meine Bilanz

In meinen Beiträgen über Paprika, Tomaten, Melanzani und Physalis habe ich euch die Kultivierung im Topf empfohlen. Ende Dezember habe ich den letzten roten Paprika auf diese Art geerntet und nun ist es Zeit für eine Bilanz des „Topfjahres 2021“.

Einige Melanzani, Tomaten und Paprika kommen auch 2022 wieder in Töpfe

Vorteile:
– Pflanzen im Topf nehmen keinen Platz im Gartenbeet weg
– man braucht keinen Garten: Terrassen, Betonflächen, Balkone,… lassen sich zum Gärtnern nutzbar machen
– weniger Probleme durch Schädlinge, z.B. Schnecken oder Drahtwürmer
– Töpfe lassen sich an günstigen Standorten platzieren, z.B. unter dem Dachvorsprung, an einer warmen Hauswand, dadurch entstehen weniger wetterabhängige Krankheiten (z.B. Braunfäule, Mehltau) und Kälteschäden
– auch eine Veränderung des Standortes während der Saison ist möglich
– die erste Ernte ist früher möglich, wenn die Töpfe geschützt stehen
– vor dem ersten Frost können die Töpfe in Sicherheit gebracht werden, um ein Ausreifen der letzten Früchte zu ermöglichen: in den Wintergarten, das Wohnzimmer, Keller oder Garage,…
– der Ertrag könnte bei einigen Arten höher sein als im Freiland, z.B. bei Tomaten, die im Freiland oft im August schon der Braunfäule zum Opfer fallen oder bei Physalis, die erst im September zu reifen beginnen

Topfpaprika der Sorte Yolo red reift bis Anfang Dezember noch im Wohnzimmer nach, im Freiland waren die Früchte deutlich größer und zahlreicher.

Nachteile:
– das Nährstoffangebot im Topf ist begrenzt, regelmäßige Düngung ist notwendig
– der Ertrag einer Topfpflanze kommt mit dem einer Freilandpflanze oft nicht mit, z.B. bei Melanzani, Paprika
– regelmäßiges Gießen ist wichtig, im Topf wird weniger Wasser gespeichert als im Freiland
– gleichzeitig muss dafür gesorgt sein, dass überschüssiges Wasser immer abfließen kann.
– wird der Topf im Herbst nach drinnen geholt, kann es mit Schädlingen ein Problem geben (Blattläuse, weiße Fliege, Trauermücken)

Die Wurzeln dieser 1,90 m hohen Physalis dürften den 12 Liter-Topf ausgefüllt haben. Sie benötigte täglich eine Menge Wasser und gab Früchte ohne Ende bis Dezember.

Alles in allem finde ich das Topf-Gärtnern eine tolle Ergänzung zum Freilandanbau. Der Fruchtbehang ist bei den Freilandpflanzen höher, dafür macht es die Topfkultur bei einigen Arten möglich, bis in den Dezember von der Pflanze zu ernten. Gartenliebhaber können so die Saison deutlich verlängern!

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