Aus dem Garten – Kartoffel

Kartoffeln sind sehr gut lagerfähig, für die ausschließliche Selbstversorgung braucht man entsprechende Anbauflächen und auch die geeigneten Lagermöglichkeiten. Da lasse ich mich lieber vom Bauern aus der Nachbarschaft beliefern und baue im eigenen Garten nur wenige Kartoffeln selber an. Das Ausgraben macht ja schon sehr viel Spaß! Was man probieren kann, ist die Topfkultur. Hier bleibt die Erde locker, was die Ernte erleichtert und man kann schon zeitiger beginnnen. Kartoffelpflanzen sind nicht frosthart, vor allem nicht die zarten Triebspitzen. Im Kübel kann man sie jederzeit vor Kälteeinbrüchen schützen oder noch in der kühlen Garage behalten. Es gibt auch eigene Erdäpfel-Pflanzkübel und -säcke zu kaufen. Wichtig ist ein möglichst großes Gefäß.


Im 20 Liter-Kübel gediehen zwar gesunde Pflanzen, jedoch war der Ertrag dann bescheiden und werde das nicht wiederholen. In der halbierten Regentonne mit ca. 90 Liter war es schon etwas besser. Mit der Ernte aus dem Freiland hat aber auch diese Methode nicht mitgehalten. Wahrscheinlich heizen sich vor allem dunkle Töpfe zu sehr auf.

Das Erdäpfeljahr beginnt 3-4 Wochen vor dem Auspflanzen mit dem Vorkeimen. Dazu werden die mindestens eigroßen Pflanzkartoffeln in Eierkartons oder Kisten aneinander gelegt. An einem hellen Ort beginnen die Augen auszutreiben. Das Ziel sind kompakte Keime. Durch zu wenig Licht würden sehr lange Triebe gebildet werden, das kennen wir aus dem Kartoffel-Labyrinth-Experiment.

Die Pflanzung der gekeimten Kartoffeln im Topf kann schon im März erfolgen. Für das Freiland haben die Erdäpfel folgende Empfehlung für uns parat: Legst du mich im März, treibst du mit mir Scherz. Legst du mich im April, komm‘ ich, wann ich will. Legst du mich im Mai, komm‘ ich eins, zwei, drei. Also auch hier – abwarten. Erdäpfel werden in Furchen nicht sehr tief gelegt und sobald die Pflanze ca. 15-20 cm hoch ist, wird sie mit Erde fast komplett zugeschüttet. Das ganze wird 2 mal wiederholt, bis die Pflanzen auf Wällen stehen. An den vergrabenen Trieben bilden sich weitere Wurzeln und Knollen. Die Kulturdauer der Erdäpfel beträgt ca. 100 Tage. Für den täglichen Verzehr können schon einzelne Knollen aus dem Wall gegraben werden. Die Ernte für das Lager erfolgt erst, nachdem das Laub vertrocknet ist.

Eine besondere Sorte ist die Blaue St. Galler, sie bringt farbliche Abwechslung auf den Teller.
Beim Aufschneiden sieht man die wunderschöne, tiefviolette Farbe der Blauen St. Galler. Die Farbe kocht nicht aus.

Erdäpfel gehören zu den Nachtschattengewächsen und werden wie die Paradeiser gerne von der Kraut- und Knollenfäule befallen. Um die gegenseitige Übertragung zu verhindern entfernt man die Vertreter der beiden Gemüsearten weit voneinander. Um bodenbürtigen Krankheiten Einhalt zu gebieten pflanzt man auf einem Kartoffelacker (oder -Beet) in den folgenden 4-5 Jahren keine Kartoffeln.

Für mehr gärtnerische Details empfehle ich euch diesmal zwei Seiten von plantura.de: hier zum Anbau und hier zur Mischkultur von Kartoffeln.

Was ich mit den schönen violetten Kartoffeln gemacht habe? Chips und winterliches Ofengemüse.

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