Erdbeerknödel

Am Erdbeerfeld gibt es nicht nur Erdbeeren, sondern auch Rezepte dazu. Beim pfingstlichen Pflücken verrieten mir meine Bekannten, wie sie die Eimer voll Erdbeeren vor dem Verderb retten würden. Veredelt zur Fruchtsauce, eingekocht als Marmelade, tiefgefroren für gemixte Erdbeeren im Winter und als Erdbeerknödel. Sicher würden aber auch nicht so wenige der begehrten Früchte frisch im Mund landen – soviel verrieten die mit Erdbeersaft verzierten Münder und Hände ihrer Kleinen.

Erdbeerknödel sind nicht so meins, dachte ich mir, aber Gusto hatten mir die beiden doch gemacht. Kurz vor Mittag – weil das Pflücken doch etwas länger dauert, wenn man nebenbei tratscht – also nachhause mit den frischen Beeren und gleich Wasser aufgestellt. Brandteig ist der Knödelteig der Wahl, wenn es schnell gehen muss. Die größten Erdbeeren werden gewaschen und getrocknet, während der Teig nach dem Abbrandeln kurz im Gefrierfach gekühlt wird. Und wenn die Knödel im heißen Wasser sieden, werden die Brösel mit Zucker angeröstet. So wird jede Minute gut genützt. Und für den großen Hunger sind neben dem Kochen ja auch jede Menge Erdbeeren da, die nicht in die Knödel kommen sondern später eingefroren werden.

Die größten Erdbeeren kommen in die Knödel

Erdbeerknödel mit Brandteig
ca. 18-20 Knödel
250 ml Wasser
30 g Butter
1 Prise Salz
250 g Mehl
2 Eier

18-20 große Erdbeeren
150 g Brösel
Staubzucker nach Geschmack

Für den Brandteig Wasser, Butter und Salz aufkochen lassen. Das gesiebte Mehl in einem Schwung dazugeben und rühren, bis der Teig einen Klumpen gebildet hat. Im Topf rühren, bis sich am Boden eine weißliche Schicht gebildet hat. Teig aus dem Topf nehmen und in einer Schüssel abkühlen lassen. Wenn es schnell gehen muss: Oberfläche des Teigs vergrößern, etwas abkühlen lassen und dann ins Gefrierfach legen.
Wenn der Teig Zimmertemperatur hat, die beiden Eier (ebenfalls Zimmertemperatur) nacheinander einrühren. Das nächste Ei erst einrühren, wenn der Teig wieder homogen ist.
Teig rasten lassen, eventuell abgedeckt noch einmal im Kühlschrank/Gefrierfach.

Erdbeeren waschen, Blätter entfernen und auf einem Geschirrtuch trocknen lassen.
Einen großen Topf mit leicht gesalzenen Wasser zustellen. Das Wasser soll kochen, wenn die Knödel geformt sind.
Den Teig zu einer Rolle formen, 20 gleich große Stücke abschneiden, zur gewünschten Stärke plattdrücken und die Erdbeeren darin einrollen. Nahtstellen gut verschließen. Auf der bemehlten Arbeitsfläche ruhen lassen, bis sie ins Wasser eingelegt werden können.

Die Knödel ins kochend heiße Wasser einlegen, sobald das Wasser wieder zu wallen beginnt, die Temperatur herunterdrehen. Ca. 7-10 min. im leicht wallenden Wasser kochen.

In einer Pfanne Brösel und Staubzucker vermischen, auf mittlerer Hitze goldbraun rösten. Dabei häufig umrühren.
Die Knödel mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und in der Bröselmischung wälzen.

Guten Appetit!

Wenn man es eilig hat, wird der Teig schon mal unterschiedlich dick.

7 Kommentare

  1. Mich freut ungemein, Dich wieder Mal bei mir zu sehen, liebe Heidi. Dem Brannteig hätte ich ein paar Brösel zugesetzt. So wirkt er etwas schliff. Die Brösel lockern den Teig und nehmen den Erdbeergeschmack besser auf. Irgendwie sind wir hier schon den Marteller Rhythmus gewohnt, der bekanntlich erst Ende Juni beginnt. Ich habs eilig. Meine zwei Bücher müssen fertig werden.

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  2. Nebenbei hätte ich es vielleicht mir einem Kartoffelteig versucht. Übrigens: Den kannst Du locker auch mit Kartoffelflocken herstellen (Püree in Tüten). Joana hat ein Brot gebacken. Flach, mit Nüssen in einem 1KW-Grill für keine 20Cent:-)) Ich hau das Foto mal auf meine Seite. In diesen Tagen.

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      1. Du hast ja auch doppelgriffiges Mehl. Das eignet sich auch gut. Grieß geht gemischt, auch. Getrocknete Kartoffel gehört in jeden Haushalt. Finde ich. Etwas Vorsicht ist angebracht. Diese Kartoffeln sind äußerst mehlig (sächsisch). Sachsen essen gern mehlige Kartoffeln. Da hilft ein Eigelb mehr – gut:-))

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  3. Einen kleinen Tipp möchte ich noch los werden bei Früchten, die als Füllung benutzt werden. Im Strudel benutzen wir süße Brösel. Man kann die Frucht, bevor wir sie als Füllung verwenden, in doppelgriffigem Mehl wälzen. Grieß geht bedingt auch, der sollte extrafein sein. Die Frucht muss etwas feucht sein. Das muss kein Wasser sein zum Anfeuchten. Es reicht, die Früchte in einer Schüssel etwas zu drücken. Etwas – bitte:-)) Weiters eignet sich Stärke oder Mehl. Die Frucht sollte mit einer kleinen Prise Salz versehen werden:-))

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