Elisenlebkuchen

Besondere Zutaten und ein besonderes Werkzeug benötigt man für diese Nürnberger Spezialität, die Elisenlebkuchen. Nicht das für Lebkuchen bekannte Roggenmehl kommt hier zum Einsatz, sondern eine Mischung aus verschiedenen Nüssen. Mehl darf in echten Elisenlebkuchen zu höchstens 10% enthalten sein. Ebenso auf der Zutatenliste finden sich Eier, Honig und erlesene Gewürze – Zimt, Nelken, Kardamom, Muskatnuss und Piment – wie sie auch in klassischen Lebkuchenmischungen zu finden sind.

Die Elisenlebkuchen werden auf einer runden Oblate gebacken. Zum Ausrollen ist der Teig allerdings zu klebrig und das Aufstreichen auf die zerbrechlichen Oblaten wäre mühsam. Deshalb gibt es ein eigenes Werkzeug, um den Lebkuchen in Form zu bringen: eine Lebkuchenglocke. Sie hat an der Unterseite eine runde Ausnehmung, in die der Teig gestrichen wird. Durch Drehen der Oberseite der Glocke dreht sich auch ein Draht in der Ausnehmung und löst so den Teig, der locker auf das Backblech. Genial einfach und die Verarbeitung des Teigs geht blitzschnell.

Bei diesem Exemplar habe ich es mit der Füllung zu gut gemeint. Sie könnte etwas dünner sein und die Nüsse feiner gemahlen.

Einige Tipps von mir:
Je feiner die gemahlenen Nüsse, umso leichter lässt sich das Gebäck essen. Also eventuell gekaufte gemahlene Nüsse noch ein paar Runden im Food Processor drehen lassen.
Die Lebkuchen nicht zu lange backen lassen, sie dürfen beim Herausnehmen weich sein und werden beim Abkühlen wieder fester.
Den letzten Kick bekommen die Elisenlebkuchen durch die Glasur. Ich habe mich diesmal für Schokolade entschieden, aber auch eine dünne Zuckerglasur kann die richtige Wahl sein.

Elisenlebkuchen
Zutaten für ca. 14 Stk. mit 7 cm Durchmesser:
3 Stk. Eier
3 EL Honig
50 g Zucker
200 gemahlene Mandeln
100 g gemahlene Haselnüsse
50 g geraspelte Schokolade
50 g Orangeat und Zitronat
1 TL Rum
1/2 TL Kakaopulver
10 g Lebkuchengewürz
runde Oblaten

120 g Kuvertüre zum Glasieren

Zubereitung:
Orangeat und Zitronat zerkleinern. Die Eier mit Zucker und Honig schaumig rühren. Alle Zutaten miteinander verrühren. Den Teig mindestens 3 Stunden und bis zu 24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Backrohr auf 160°C vorheizen. Den Teig portionsweise in die Lebkuchenglocke einstreichen, mit einer Oblate abschließen und dann auf das Backblech absetzen. Die Lebkuchenglocke nach jeder zweiten Befüllung in kaltes Wasser tauchen, damit der Teig sich leichter löst. Eventuell kann die Oberseite mit einem nassen Messer noch geglättet werden.
Ca. 20 min. bei 160°C Ober- und Unterhitze backen. Die Lebkuchen sind beim Herausnehmen weich. Abkühlen lassen und in geschmolzener Kuvertüre tunken. Vor dem Verzehr mindestens einen Tag durchziehen lassen.

Statt Orangeat und Zitronat habe ich getrocknete Sauerkirschen und Cranberries verwendet.

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