Königlicher Apfelschmarrn

Es gibt ja selten etwas wirklich Neues bei den Rezepten, die einem so begegnen. Vieles wird einfach nur ein wenig abgewandelt und „neu verkauft“. Ich finde das wunderbar! Wenn ein Rezept zu eigenen Ideen inspiriert, dann ist ein wichtiger Zweck schon erfüllt. Wenn alleine das Bild einer appetitlichen Mahlzeit der Grund dafür ist, dass jemand zu kochen beginnt, dann freue ich mich. „Ohne selber Kochen keine Gesunde Ernährung!“, habe ich an anderer Stelle ja schon geschrieben.
Arno von Rosen hat mir mit seinem jüngsten Rezept – dem Rosenschmarrn – Appetit gemacht. Dass er für seinen Kaiserschmarrn Äpfel (ein Rosengewächs!) verwendet, passt ja doppelt gut! 😉
Ich habe für meine Schmarrn-Variante neben Pistazien die Apfelsorte Gala Royal verwendet, deswegen nenne ich ihn „nur“ königlich ;-). Und weil mir nicht nach „Zerreißen“ war, bekam jeder ein richtiges Tortenstück. Beim Rezept habe ich mich wieder an mein Grundkochbuch gehalten. (Kochen für ländliche Haushalte, Meindl-Dietrich, Lechner; Agrarverlag)

„Königlicher Apfelschmarrn“ IMG_5961.jpg
(Grundrezept Kaiserschmarrn)
(ergibt 4 Dessert-Portionen = 1 Füllung für die 28 cm Pfanne)

125 ml Milch
125 g Mehl
3 Dotter
3 Eiweiß
20 g Zucker
1 Prise Salz

1 Apfel
1 Birne
2 EL gehackte Pistazienkerne
1 EL Vanillezucker
1 EL Butter (oder Ghee)

1 Glas Birnenmus
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Apfel und Birne entkernen und in Würfel

(ca. 1 cm) schneiden.
Butter (Ghee) in einer größeren Pfanne (Durchmesser etwa 28 cm) erhitzen und die Obstwürfel bei mäßiger Hitze anschwitzen, Vanillezucker darüberstreuen und karamellisieren lassen, Pistazienkerne dazugeben.
Während des Anschwitzens wird der Schmarrenteig IMG_5951
zubereitet: Milch, Mehl und Salz glattrühren, die Dotter unterrühren. Eiweiß schlagen, Zucker einrieseln lassen und fertig steif schlagen.
Eischnee mit einem Schneebesen unter die Dottermischung heben.
Weitere 1-2 EL Butter (Ghee) zum Obst in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze (bei mir Stufe 5 von 9) den Schmarrenteig über die Obstwürfel gießen, Deckel schließen. Hitze etwas reduzieren (bei mir auf 4 von 9). Nach ca. 5-8 min. ist die Oberseite nicht mehr so feucht-flüssig, nun muss der Schmarren gewendet werden.

Schmarrenteig: links kurz nach dem Eingießen und rechts kurz vor dem Wenden.

Dazu mit einem Küchenfreund in der Mitte IMG_5958
durchtrennen und die beiden Hälften nacheinander wenden. (oder vierteln und die Viertel nacheinander wenden). In weiteren 5 min. mit geschlossenem Deckel fertigbacken. Die vier „Schmarrenstücke“ auf 4 Tellern anrichten und (leicht) anzuckern, Birnenmus dazu servieren.
Wer einen „echten“ Schmarren möchte, zerteilt den Kuchen mit 2 Kunststoff-Pfannenwendern oder ähnlichem. Keine Gabeln bei beschichteten Pfannen.

Ich schließe mich Arno von Rosen an! Es darf gerne experimentiert und das Rezept nach eigenem Geschmack verwandelt werden. Zimt, Vanille, Kardomom als Würze fallen mir ein, Zitronensaft, Vollkornmehl, Nüsse…
Manche (Österreicher) sollen sogar Mineralwasser (statt einem Teil der Milch) verwenden, damit der Schmarrenteig noch lockerer wird! 😉

Mahlzeit!

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