Typisch (Nieder-)Österreich – doppelter Weißmohnstrudel

Der Waldviertler Graumohn ist nicht nur eine typische Spezialität aus Niederösterreich, er wurde auch mit dem Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung“ versehen. Auf der Webseite des österreichischen Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus erfährt man nicht nur, welche österreichischen Spezialitäten auf diese Art und Weise geschützt sind, sondern auch, was der Unterschied zwischen der geschützten Ursprungsbezeichnung – g.U. – und der geschützten geographischen Angabe – g.g.A. – ist.

Unter einer „Ursprungsbezeichnung“ versteht man den Namen, EU-Logo Ursprungsbezeichnung - innerer Ring rot, äußerer Ring gelb mit dem Schriftzug
der zur Bezeichnung eines Erzeugnisses verwendet wird,

  • dessen Ursprung in einem bestimmten Ort oder einer bestimmten Gegend liegt,
  • dessen Produktionsschritte alle in dem abgegrenzten Gebiet erfolgen, und
  • das seine Güte oder Eigenschaften überwiegend oder ausschließlich diesem Gebiet verdankt.

Unter einer „geografischen Angabe“ versteht man den Namen, der EU-Logo geografische Angabe, innerer Ring blau, äußerer Ring gelb mit dem Schriftzug
zur Bezeichnung eines Erzeugnisses verwendet wird,

  • dessen Ursprung in einem bestimmten Ort oder einer bestimmten Gegend liegt,
  • bei dem wenigstens einer der Produktionsschritte in dem abgegrenzten Gebiet erfolgt, und
  • dessen Qualität, Ansehen oder eine andere Eigenschaft  wesentlich auf diesen Ursprung zurückzuführen ist.

Bei der geografischen Angabe reicht es daher etwa aus, dass das Erzeugnis in dem Gebiet nur verarbeitet worden ist, das Grunderzeugnis aber aus einem anderen Gebiet stammt.

Die aktuelle Auflistung der österreichischen Spezialitäten mit g.U. oder g.g.A. Schutz könnt ihr ebenfalls auf der Seite des BMNt nachlesen.

Weißmohn wird bei uns eher selten angebaut und bringt nur ca. 2/3 der bei Blau- oder
Graumohn üblichen Erntemenge. Auch geschmacklich unterscheidet er sich von allen anderen Mohnarten aufgrund seines nussigen Aromas. Wer also einmal an frisch gequetschtem Weißmohn vorbeikommt, sollte sich – wie ich – ein Päckchen davon mitnehmen. Weißmohnstrudel4

Weißmohnstrudel

Zutaten:
500 g Germteig

Fülle:

200 g gequetschter Weißmohn
40 g feiner Grieß
250 ml Milch /Pflanzendrink
2 EL Honig / Zucker
1 EL Rum
1 Prise Salz
Abrieb 1/2 Zitrone
Gewürze nach Wunsch: Zimt, Kardamom, Vanille,…

Für die Fülle Milch/Pflanzendrink aufkochen, Grieß einrühren und andicken lassen. Mohn, Honig/Zucker, Rum und Zitronenabrieb unterrühren. Eventuell noch mehr Milch unterrühren, damit man eine gerade noch streichfähige Masse erhält.

Den aufgegangenen Germteig durchkneten und zu einem Rechteck mit ca. 50 x 40 cm ausrollen. Weißmohnstrudel

Für einen „doppelten“ Weißmohnstrudel die Fülle auf dem Teig verteilen, in der Mitte eine 10 cm breite „Gasse“ frei lassen. Teig an der Breitseite (also am Foto links und rechts) ein wenig über die Fülle schlagen, dann beide Längsseiten jeweils bis zur Mitte straff einrollen. Weißmohnstrudel2
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech übertragen, mit Dottermilch bestreichen und ca. 30 – 40 min. gehen lassen. Backrohr auf 190°C vorheizen, Strudel noch einmal mit Dottermilch bestreichen, Blech einschieben und fallend auf 180°C in ca. 40 min. backen.

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