Nachgebacken: Nuss- und Mohnstrudel aus Beugerlteig

Dieses Rezept kam wie gerufen. Beim Durchblättern der Blogs, denen ich am liebsten folge, blieb ich an den appetitlichen Fotos hängen und statt zu „speichern“ wusste ich, dieser Strudel wird heute noch gebacken. Zeit und Zutaten waren vorhanden, und auch die Gäste, die das frische Backwerk bis zum Abend verputzen würden, hatten sich angekündigt.

Danke, Familienkochen für euer traditionelles Rezept, auch der Tipp mit den Apfelstücken ist genial!
Für diese Mehlspeise wird ein Beugerlteig mit der klassischen Mohn- oder Nussfülle zum Strudel eingerollt. Bei meinen Kuchengästen war das Verhältnis Mohn : Nuss so aufgeteilt, wie ihr es auf dem Zubereitungs-Foto weiter unten sehen könnt. Wichtig in der Mohnfülle ist für mich der leichte Salzgeschmack, Rum und genug Zitronenabrieb.

Am besten schmeckt dieser Strudel natürlich frisch gebacken. Dafür ist diese Menge genau richtig, wenn man ein paar Kuchenliebhaber zum Sonntagskaffee begrüßen darf.

Das Rezept findet ihr hier, ich habe es tatsächlich 1:1 nachgebacken (ok, auf den Zimt in der Mohnfülle habe ich vergessen und bei der Butter im Teig wares es ein paar Gramm weniger). Der Teig funktioniert natürlich auch mit pflanzlichem Fett und pflanzlicher „Milch“, z.B. Soja- oder Haferdrink. Auf den Dotter wollte ich nicht verzichten, da auch ein Esslöffel voll Eiklar zum Bestreichen notwendig ist. Den Rest des Eiklars habe ich in die Fülle gegeben.

Für die Nussfülle werden – ähnlich wie in der Mohnfülle – die gemahlenen Nüsse in die mit Zucker erhitzte Milch eingerührt. Mit Salz, Zitronenschale und Zimt abschmecken. Soviele Nüsse einrühren, dass die Milch gebunden ist und nicht davonläuft, wenn man die Fülle im Topf zusammenschiebt. Wer es nicht zu nussig möchte, kann die Nüsse mit Semmelbröseln mischen.

Rumrosinen sind nicht jedermann’s Sache, deshalb mische ich sie nicht in die Fülle, sondern streue sie auf den Strudel auf und versuche mir zu merken, wo die rosinenfreien Bereiche sind.
Am Anschnitt des Strudels sieht man die Vorteile des Beugerlteigs: er ist relativ fest, aber nach dem Backen nicht hart. Die einzelnen Schichten sind auch nach dem Backen gut erkennbar und auch durchgebacken. Das Verhältnis von saftiger zu Füllle zu Teig ist optimal für meinen Geschmack!

Mohnliebhaber kommen auch hier auf ihre Kosten:
Schupfnudeln
Weißer Mohnkuchen mit Rhabarber
Weißmohnstrudel

Nussrezepte gibt es hier:
Nussknoten
Nusslebkuchen
Nusszopf

13 Kommentare

  1. Mohnstrudel, sehr schön.
    Noch besser, durch den Link ‚Familienkochen‘ habe ich das Rezept für Buchteln gefunden. Meine Mutter hatte zwei Rezepte, die sie perfekt beherschte – Sauerbraten mit Klössen und Mohnbuchteln.
    Und ich habe jetzt das Rezept!
    Danke und liebe Grüße
    Opa Reiner

    Gefällt 2 Personen

      1. … wir kommen ursprünglich aus Schlesien. Meine Großmutter und später meine Mutter haben das so gemacht. Füllung war Mohn mit Gries, wenn’s reichhaltig war, waren sogar ein paar Rosinen drinn.
        VG Reiner

        Gefällt 1 Person

    1. Gute Frage, Reiner! Aus Beugerlteig macht man „normalerweise“ Beuge(r)l, also Kipferl. Ich kenne Beugerl so, dass sie eher wie ein „V“ geformt werden und nicht so rund wie z.B. Zuckerkipferl. Ich kenne Beugerl nur gefüllt als Mohn- oder Nussbeugerl. Die Rezepte für Beugerlteig, die ich kenne, sind butterbetonte Germteige. Vielleicht weiß jemand der LeserInnen mehr darüber und hat eine genauere Erklärung zum Beugerlteig? 😉

      Gefällt 1 Person

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