Wie geht abnehmen? #4 – Mehr essen

Eine Scheu vor der Ernährungsberatung ist ja die Angst, dass einem etwas weggenommen wird. Keine Schokolade mehr, kein Gläschen Wein, Braten und Schnitzel werden verboten, vielleicht auch noch der Kaffee. Dann bleibt ja gar nichts mehr vom genussreichen Leben! Dabei ist es oft umgekehrt! Viele meiner Kunden wundern sich, wenn sie in der Beratung erfahren, dass sie um abzunehmen eigentlich mehr essen „dürfen“ (oder sogar sollen) als bisher. carrots-2387394_1920
Das gilt nicht für alle beliebigen Lebensmittel und Speisen, aber (nahezu) immer für diese: Wasser und Gemüse. Beides in der „richtigen“ Zubereitungsform und „richtig“ gewürzt. Wobei mit „richtig“ wieder „für diese Person richtig“ gemeint ist.

Wenn manche Menschen nun meinen: „Wasser und Gemüse!? Das ist ja nicht einmal „richtiges“ Essen!“ , dann ist das ein Hinweis für mich, wie sinnvoll und wichtig gerade dieser Tipp bei diesen Personen sein wird. 😉 Er könnte nämlich – durchaus erfolgbringende – Veränderungen für diese Personen bedeuten.water-1187656_1920
Vor Veränderungen schrecken wir ja automatisch zurück, weil sie Dinge von uns verlangen, die wir nicht gewohnt sind. Bei Kleinkindern nennt man das Neophobie und ist ein völlig normaler Entwicklungsschritt. Aber auch Erwachsene sind vor dieser „Angst vor Neuem“ nicht gefeit! Nur ungern verlassen wir die gewohnten Fahrwasser. Gewohnheiten sind etwas so Bequemes und vermitteln uns Sicherheit! Lassen sie sich aber eins zur Beruhigung gesagt sein: Jede Verhaltensweise kann zur Gewohnheit werden. Jede! Deswegen ist es auch sinnvoll gut zu überlegen, was wir regelmäßig tun oder eben essen. Nach spätestens 3 Wochen entscheiden wir nicht mehr selbst darüber, sondern gehen automatisch ins Kaffeehaus und bestellen uns den Kuchen zum Kaffee oder essen die Schokolade nach dem Mittagessen oder….

Zurück zu Tipp #4: Wer abnehmen möchte und Tipp #1-#3 (Täglich 3 Mahlzeiten, Beim Essen sitzen, Mehr trinken) schon beherzigt kann sich über (Heiß-)Hunger mit Wasser und Gemüse retten. vegetables-2387402_1920
„Wasser macht mich aber nicht satt!“ Nun ja, kurz schon, vielleicht reicht es ja bis zum Mittagessen in einer halben Stunde. Es darf auch ungesüßter Tee sein. Oder heißes Wasser. Gerade in der ersten Zeit einer Ernährungsumstellung ist es auch normal, hungrig zu sein, wenn man es bisher vielleicht gewohnt war, zwischendurch häufiger zu essen.
Ein Trick bei Kindern, die meinen hungrig zu sein: Bieten sie ihnen Gemüse an, wenn sie es ablehnen, dann ist vielleicht mehr Appetit als Hunger der Grund für den Wunsch nach Süßigkeiten.
Dieser Trick funktioniert natürlich genauso bei sich selbst! Und eigentlich ist es gar kein Trick, sondern eine Methode herauszufinden, ob man tatsächlich Hunger (ein Bedürfnis) hat oder doch aus Langeweile, Ärger, Heißhunger, Gusto, Appetit,…automatisch – also aus Gewohnheit – isst!

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