Wiener Sechsstrangzopf

Ostern naht! Zum Backen ist ja noch genug Zeit, zum Rezepte bloggen hingegen ist es höchste Eisenbahn! Ich mache es mir ein wenig einfacher und verweise hier gleich auf mein bereits veröffentlichtes Germteigrezept . Etwas genauer beschreiben möchte ich die Flechttechnik des Wiener Sechsstrangzopfes.

Vielleicht hat der ein oder die andere ja schon versucht, meine „Sprache des Flechtens“ zu verstehen, beispielsweise mit dem Viererzopf. Den Wiener Sechsstrangzopf erkläre ich auf die gleiche Weise und finde er geht viel leichter, als es aussieht!

Zuerst werden vom Germteig 6 gleich schwere Stücke abgetrennt und zu gut fingerdicken Strängen geformt. Für einen etwa 25 cm (vor dem Backen!)  langen Striezel benötigt man 6 Stränge á etwa 140 g und  45 cm.
An oberen Ende drückt man die Stränge zusammen. Ganz links liegt nun der Strang auf Position 1, ganz rechts ist die Position 6.

Nun folgt das Flechten! Es gibt auch beim Wiener Sechsstrangzopf nur 2 Schritte, die immer wiederholt werden.
In meiner Flechtsprache liest sich das so:
6 über 2 auf 3 – 6
1 über 5 auf 4 – 1

Und etwas ausführlicher:
Schritt 1:
die linke Hand nimmt den Strang auf Position 6,
die rechte Hand greift unter die linke Hand und nimmt den Strang auf Position 2,
die linke Hand legt den Strang auf der Position 3 ab (Achtung!, der Strang, der in der rechten Hand liegt wird nicht mehr mitgezählt, er ist ja schon von seiner Position abgehoben!!),
die rechte Hand legt den Strang auf der Position 6 ab (also ganz rechts).

Schritt 2:
die linke Hand nimmt den Strang auf Position 5
die rechte Hand greift über die linke Hand und nimmt den Strang auf Position 1,
die linke Hand legt den Strang auf Position 1 ab ,
die rechte Hand legt den Strang auf Position 4 ab.

Die beiden Schritte noch mal im Bild:DSC_0019
Links: Schritt 1:   6 über 2 auf 3 – 6
Mitte: Schritt 2:   1 über 5 auf 4 – 1
Rechts: wieder Schritt 1: 6 über 2 auf 3 –  6

Gar nicht schwer! Zum Schluss werden das obere und das untere Ende noch ein wenig unter den Striezel gebogen.
Wenn man ein wenig lockerer flicht, dann reißt der Striezel auch nicht so stark beim Backen auf!

Den fertigen Striezel am Backblech noch ca. 30 min. gehen lassen, mit Dottermilch oder zerschlagenem Ei abstreichen und mit Mandelplättchen oder Hagelzucker oder beidem bestreuen. Ab in den vorgeheizten Ofen und bei etwa 180°C in 45 – 60 min. fertigbacken.
Am besten warm mit Butter oder fruchtiger Marmelade genießen!

DSC_0021

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